Teil eines Werkes 
5. Band (1860)
Entstehung
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Milly's Knabe hatte ebenfalls Aubrey geheißen.

Gib mir einen Kuß, ſagte der Knabe, ihr in's Geſicht blickend.

Lady Dalville umſchlang ihn mit ihren Armen und bedeckte ſeine Wangen mit Küſſen.

Verzeihe mir, ſagte ſie, ihre Thränen abwi⸗ ſchend, zu ihrem Gemahl,aber wenn er lebte, ſo wäre er ungefähr von dieſem Alter.

Es war für den edelgeſinnten Mann, deſſen Namen ſie trug, eine wahre Beruhigung, doß es nur das Kind und nicht deſſen Vater war, was dieſe Gemüthsbewegung bei ſeiner Gemahlin hervorbrachte. Dadurch gelang es ihm auch, den Widerwillen zu überwinden, der aus dieſer Erinnerung entſprang, ſo daß er im Stande war, den kleinen Jungen auf ſeine Knie zu ſetzen, mit ihm zu ſprechen und ihn zu liebkoſen.

Er iſt ein guter Knabe, bemerkte Philipp; Jedermann liebt ihn.

Nur die Mama nicht, ſagte ſein Bruder.

Milly dachte, daß ſie, wenn die Vorſehung ihren Sohn erhalten hätte, dieſen aufs innigſte geliebt hätte.

Beim Eintritt in das Empfangszimmer, wo die Kranke ihre Beſucherin erwartete, ſtellte ſich die Faſſung unſerer Heldin wieder ein; die kaum zuvor noch ſo bewegte Stimme ſchien feſt; ihr Benehmen ruhig, einfach und würdig.

Genehmigen Sie meinen Dank, Lady Alton Towers, für die Gunſt, die Sie mir gewährt haben, ſprach ſie.Ich kann die Pein wohl begreifen, die Ihnen die Einwilligung in dieſe Begegnung verur⸗ ſacht haben mag; aber ich fand keine Ruhe, bis ich