die Größe der Dankbarkeit, die Sie ihr ſchulden. Ohne Milly wäre die Zukunft furchtbar geweſen; ihrer Geſchicklichkeit verdanken Sie die Wiederher⸗ ſtellung Ihrer Vernunft.“
„Du täuſcheſt meine Leichtgläubigkeit, Philipp,“ rief ſeine Mutter ärgerlich.
„Ich möchte nicht gern abſichtlich Ihnen wehe thun, aber eines Tages müſſen Sie doch die Wahr⸗ heit erfahren. Das Heilmittel für den tödtlichen Trank, der mich bald meiner Mutter beraubt hätte, war nur ihr bekannt.“
„Trank! Was werde ich erfahren?“
„Fragen Sie Doctor Dalrymple, wenn Sie an meinem Worte zweifeln,— fragen Sie Halſtead, wel⸗ chem Sie Ihr ganzes Vertrauen ſchenken; Beide wer⸗ den Sie verſichern, daß ohne das Gegengift, welches Sie durch Milly erhielten, alle menſchliche Kunſt ver⸗ gebens aufgewendet worden wäre.“
Lady Alton Towers verbarg ihr Geſicht mit den Händen und ſeufzte hörbar, nicht ſowohl über den Gedanken, daß ſie die arme Milly ungerecht beur⸗ theilt habe, die ſie noch immer für ihre Nebenbuh⸗ lerin hielt, als vielmehr über den furchtbaren Arg⸗ wohn, den dieſe Worte in ihr erweckten.
„Wer— hätte können—“
„Fragen Sie nicht weiter darüber, Mutter,“ unterbrach ſie ihr Sohn beſänftigend.„Die Wahrheit würde Sie nur ſchmerzen. Vergeſſen Sie die Vergangenheit; verſprechen Sie es mir.“
„Ich will es verſuchen,“ murmelte ſeine Mutter, „ich will es verſuchen.“
Smith, Milly Moyne. V. 16


