Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Herz mit der Pein der Eiferſucht zu erfüllen, ſo war er doch überzeugt, daß ſeine Anweſenheit die Arme wenigſtens in Angſt und Verlegenheit verſetzen, und oh, der männlichen Eitelkeit! hoffentlich we⸗ nigſtens ihr Bedauern erwecken würde.

Die Vergangenheit mochte Milly allerdings wohl bedauern, aber nicht den herzloſen Menſchen, der dieſelbe getrübt hatte, und welche gleich einem dun⸗ keln Schatten zwiſchen ihr und der Zukunft ſtand.

Da der Baronet ſchon vor der Ankunft des Earl von Dalville am Hofe von Neapel vorgeſtellt worden war, ſo hatte er das Recht, bei jedem großen Em⸗ pfang anweſend zu ſein, obgleich er daßſelbe ſelten benützte. Dieſes Recht beſchloß er nach reifer Ueber⸗ legung bei der erſten ſich darbietenden Gelegenheit auszuüben, bei welcher er hoffen durfte, ſein Opfer anweſend zu finden.

Es wird ein Triumph für mich ſein, dachte er, ſie bei meinem Anblick erbeben und verzagen zu ſehen, die ſtumme Todesangſt in ihrem Auge zu leſen, ihr ſtummes Flehen zu beobachten!

Voll Ungeduld über die Erfüllung dieſes unmänn⸗ lichen Triumphs paßte er die Gelegenheit ab, ſeinen Plan in Ausführung zu bringen.

Endlich kam der erwünſchte Augenblick.

Der Hof von Neapel beſtand damals aus dem jetzt verſtorbenen König Ferdinand, ſeiner erſten Ge⸗ mahlin, einer Prinzeſſin von Sardinien und der ver⸗ wittweten Königin, einer kleinen, dicken, gutmüthi⸗ gen Dame, welche viele Jahre lang auf ihren Sohn einen unbegrenzten Einfluß ausübte, der ſo

Smith, Milly Mohne. 1v. 2