Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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ihn ihr Bild, wie ſie, ſtrahlend von Schönheit, aus dem Wagen ſtieg. Auch hatte ſie gelächelt, und der herzloſe Wüſtling konnte nicht vergeſſen, daß ihr erſtes Liebeslächeln ihm gegolten hatte.

Der Umſtand, daß ſie jetzt Gattin war, war kein Hinderniß für ſeine ſchändliche Abſicht; er wurde da⸗ durch nur noch mehr geſtachelt, indem eine hölliſche Eiferſucht in dem hohlen Dinge, das er ſein Herz nannte, erwacht war.

Wie war es denn möglich, ſagte er ſich ſelbſt, daß Dalville, ihre Vergangenheit kennend, ſie ge⸗ heirathet hat? Daß ſie ſeine Gemahlin ſei, daran zweifelte er keinen Augenblick; ihre Vorſtellung am Hofe von Neapel bürgte dafür. Wäre ſie nur ſeine Maitreſſe, ſo hätte ihn die engliſche Regierung augenblicklich abberufen.

Die Tage der Regentſchaft und der Lady Ha⸗ milton waren vorüber.

Wenn ich das Paar trennen könnte, ſo könnte ſie wieder mein werden.

Gedanken dieſer Art beſchäftigten ihn unaufhör⸗ lich. Trotz ſeiner Schlauheit und Welterfahrung kannte aber Sir Aubrey Fairclough den weiblichen Charakter durchaus nicht; der Grund lag nahe, in⸗ dem er dieſes Geſchlecht nur in ſeiner Schwäche, nicht aber in ſeiner Stärke ſtudirt hatte.

Der einzige wahrſcheinliche Weg, auf welchem er an das ſo ſehnlich erwünſchte Ziel gelangen zu kön⸗ nen hoffen durfte, beſtand darin, die Vergangenheit aufzudecken. Dieß war aber in Betracht des ent⸗ ſchloſſenen Chargkters und der Stellung des Earl etwas ſehr Gefährliches. Die Hand, welche es