Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

13

Beſuchen Sie mich morgen, und Sie ſollen es parat finden.

In Gold, ſagte Signore Falconet.

In Gold, wiederholte der Engländer.

Der Italiener lächelte zufrieden. Er gewann

noch eine Kleinigkeit über die ſtipulirte Summe, wenn dieſelbe in Gold anſtatt in Papier bezahlt wurde. Die Goldprämie ſteht in Neapel gewöhn⸗ lich hoch.

Zweitauſend Ducaten! Im Ganzen, dachte Sir Aubrey auf dem Rückweg nach ſeinem Hotel, iſt die Summe nicht übel angewendet, obgleich ſie ſehr groß iſt, denn ſie beträgt nahezu achthundert Pfund.

In derſelben Nacht wurde der arme Philipp aus ſeinem abſcheulichen Gefängniß weggebracht. Eine Gunſt, welche aber ſein Feind nicht beabſichtigt hatte, wurde ihm durch den Befehl zu Theil, ihn im ge⸗ heimen Gewahrſam zu halten. Er wurde dadurch von den übrigen Gefangenen getrennt, welche zum größten Theil aus dem Abſchaum der Menſchheit beſtanden.

Nur wer je in Neapel geweſen iſt, kann ſich vorſtellen, welche gräßliche Verbrecher man in den unterſten Klaſſen daſelbſt findet, bei denen bloß die menſchliche Form geblieben, alles Uebrige aber gänz⸗ lich verwiſcht zu ſein ſcheint.

Sobald Sir Aubrey ſeine Plane auf das Ver⸗ mögen ſeiner Gemahlin für geſichert hielt, wandten ſich ſeine Gedanken wieder Milly zu, für welche merkwürdigerweiſe ſeine Leidenſchaft wieder in ihrer frühern Stärke erwacht war. Unaufhörlich verfolgte