Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

herum, als daß ich mich durch Ihre Komödianten⸗ künſte täuſchen laſſen oder nur Unterhaltung dabei finden könnte. Sie ſprechen von Gewiſſen! Dieſes liegt zu Füßen des Herrn, dem Sie dienen. Ehre, pah! Die Behauptung, daß Sie nur einen Schat⸗ ten von einem Dinge dieſer Art beſitzen, klingt faſt ſcherzhaft. Wenn Sie an öffentlichen Orten oder in den Straßen von Neapel davon ſprächen, ſo würden Sie geradezu verhöhnt werden.

Der erſtaunte Beamte verſtummte vor Ueber⸗ raſchung und Wuth.

Ich bin dieſes kindiſchen Scherzes müde, fuhr Sir Aubrey fort.Das Vermögen, auf welches Sie anſpielen, iſt wéit geringer, als der arme Schelm in ſeiner Eitelkeit zu behaupten wagte. Es fragt ſich noch ſehr, ob er es überhaupt nur erben wird. Nichts deſto weniger bin ich bereit, eine dieſem Be⸗ trag entſprechende Summe zu bezahlen. Ich wieder⸗ hole daher mein Anerbieten tauſend Ducaten, ſobald er nach Bel Reſpiro gebracht wird, und die⸗ ſelbe Summe nach ſeinem Tod, aber keinen Du⸗ caten weiter. Wenn noch durch einen einzigen Ca⸗ rolino darüber Ihre Einwilligung erkauft werden müßte, ſo würde ich denſelben nicht geben.

Es lag etwas ſo Entſchiedenes im Tone des Engländers, daß Seine Erxcellenz die Ueberzeugung gewann, ihn auf's Aeußerſte getrieben zu haben, und daß eine weitere Debatte ſeine Würde noch mehr compromittiren würde, als durch den bisherigen Streit bereits ſchon geſchehen war. Er konnte zu⸗ frieden ſein, indem er bereits fünfhundert Ducaten mehr herausgeſchlagen und die Ausſicht auf ein