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„Mein Paß iſt in meinem Hotel,“ antwortete er;„das wird Ihnen vielleicht genügen, Signore?“ „Unter den jetzigen Umſtänden nicht,“ verſetzte der ſchlaue Italiener, der, obgleich ihm der Ehren⸗ punkt nicht allzuſchwere Scrupel machte, doch auf dieſem Wege den jungen Engländer zu fangen hoffte.
„Seine Eminenz, der Kardinal Doria, kennt mich.“
„Und deſſen Schweſter und Nichte ebenfalls,“ bemerkte der Ehef der Polizei trocken.„Ich weiß dieß ebenfalls.“
Auf's neue tauchte der Zweifel auf.
„Crlauben Sie mir, Ihnen zu bemerken,“ bemerkte der Miniſter,„daß Sie mir meine Frage nicht beant⸗ wortet haben. Sagen Sie mir bei Ihrer Ehre und als ächter Gentleman, ob Sie wirklich Trevor heißen?“
Philipp ſchwieg ſtille; es war ihm. zuwider, durch eine Lüge, ſelbſt wenn dieſelbe nöthig geweſen wäre, ſeine Freiheit zu erkaufen.
„Heißen Sie nicht vielmehr Philipp Blandford?“
„Was kann der Umſtand, ob ich Trevor oder Blandford heiße, mit irgend einer Beſchuldigung, die Sie etwa gegen mich vorbringen können, zu ſchaffen haben?“ rief er aus.
„Nicht viel,“ verſetzte Seine Excellenz in ſpötti⸗ ſchem Tone.„Wahrhaftig, ihr Engländer nehmt euch heraus, die Geſetze jedes Landes ungeſtraft zu ver⸗ letzen. Natürlich, die Staaten, die ihr durch eure Beſuche beehrt, müſſen eine ſolche Handlung als eine Herablaſſung— als einen Scherz— als einen aus⸗ gezeichneten Witz anſehen!
„Wir verſtehen es auch in Neapel, den Witz zu würdigen und ſcherzen zuweilen ebenfalls,“ fügte er


