Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Nein Piſtolen, ſagte Oliver;uns ſteht die Wahl frei.

Der Italiener verbeugte ſich, um dadurch ein be⸗ friedigtes Lächeln zu verbergen, das über ſein Ge⸗ ſicht glitt. Cimitelli ſtand im Rufe, der beſte Schütze in Mailand zu ſein.

Als ſie den bezeichneten Ort erreichten, fanden ſie den Grafen mit ſeinem Secundanten bereits vor. Die beiden Duellanten begrüßten ſich. Es iſt ganz erſtaunlich, wie höflich die Menſchen ſind, wenn ſie auf dem Punkte ſtehen, einander das Leben zu nehmen.

Es wurde beſchloſſen, daß beide zu gleicher Zeit feuern ſollten.

Während der Marcheſe und Oliver die Diſtanz abmaßen, wurde ihr Vorhaben durch das Erſcheinen eines Bettlers geſtört, deſſelben, der ſie beim Ein⸗ gang in den Dom angeredet hatte.

Dieß kann nicht geſtattet werden, rief er in gebieteriſchem Tone aus, der den beiden Engländern ein Lächeln entlockte, was bei den Italienern aber durchaus nicht der Fall war, denen ſeine Anweſen⸗ heit ſehr unangenehm zu ſein ſchien.

Gehen Sie bei Seite, guter Mann, ſagte Phi⸗ lipp.Der Ueberlebende wird Ihnen ohne Zweifel aus Dankbarkeit für ſeine Erhaltung ein bedeutendes Almoſen ſpenden.

Theilen Sie mir den Grund des Streites mit, fuhr der Bettler fort, ohne dieſe Bemerkung zu be⸗ achten.

Dieſer Engländer klagt mich einer Einmiſchung in ſeine Privatangelegenheiten an, indem ich die Rolle eines Spions in der Caſa Litta geſpielt haben ſolle,