verſetzte der Graf, den es offenbar aufs höchſte ver⸗ droß, auf ſolche Weiſe zur Rede geſtellt zu werden.
„Nun, klagte er Sie denn nicht mit Recht dieſer Handlung an? Hörte ich nicht ſelbſt, daß Sie gegen den Marcheſe Spinola äußer⸗ ten, Sie wollten ihm nachfolgen?“ fragte die merk⸗ Perſon in gebieteriſchem Tone.
„Nein.“
„Wagſt Du es mich anzulügen?“ fragte der Bettler mit Würde.„Carlo Cimitelli, ich hörte Deine Prah⸗ lerei. Geh' hin und bitte Dem ab, welchen Du be⸗ leidigt haſt. Geſtehe Deine Gemeinheit— die nie⸗ derträchtige Gemeinheit Deines Benehmens.“
Mit einem von Zorn und Beſchämung verzerrten Geſicht unterwarf ſich der ſtolze Venetianer, ohne einen Augenblick zu zögern, der harten Demüthigung, welche der Bettler ihm auferlegte.
„Gehen Sie jetzt nach Hauſe meine jungen Herrn,“ ſagte dieſer.„Er hat ſich durch ſein Benehmen hin⸗ reichend erniedrigt; Sie können jetzt keine weitere Rache mehr ſuchen; er ſteht unter Ihrem Zorn. Fürchten Sie keinen Meuchelmord, weder vermittelſt des Meſſers noch des Bechers. Obgleich Carlo Ci⸗ mitelli längſt mit deren Gebrauch vertraut iſt, ſo ſtehe ich Ihnen beiden doch für ſeine Rache gut.
„Sie ſind im Begriff nach Rom zu reiſen,“ fuhr er fort.„In der Weltſtadt treffen wir uns wieder.“
Da nach der Entſchuldigung des Beleidigers ein Zweikampf unnöthig war, ſo verließen Oliver und Philipp den Schauplatz und fuhren nach ihrem Hotel zurück. Es dauerte aber geraume Zeit, ehe einer
Smith, Milly Mopne. II. 5
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