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„Wie ein Spion!“ rief Philipp,—„wie ein er⸗ bärmlicher Spion!“
„Es iſt gut, mein Herr,“ murmelte der Graf, bleich vor Zorn.„Mein Freund, der Marcheſe Spinola wird ſich morgen bei Ihnen einfinden; es wird ſich dann zeigen, ob Sie eben ſo viel Muth beſitzen, wie Unverſchämtheit.“
Mit dieſen Worten drehte er ſich auf den Ab⸗ ſätzen um und verließ den Garten.
„Ein Duell,“ ſagte Oliver beunruhigt.
„Ich mache mir nichts daraus,“ antwortete ſein Freund, der in ſehr aufgeregter Stimmung war.„Im Salon, im Budoir der Herzogin bemerkte ich, daß die Augen dieſes Menſchen unaufhörlich Bianca und mich bewachten. Seine Anweſenheit im Garten war eine Beleidigung, kein Zufall.“
Vor dem Weggehen aus der Caſa Litta fand Hliver noch Gelegenheit, Bianca's Angſt zu beſchwich⸗ tigen, indem er ſie verſichert, die Sache ſei gänzlich geordnet.
Auf welche Weiſe dieß geſchehen, theilte er ihr begreiflicher Weiſe nicht mit.
Der Marcheſe Spinola fand ſich ſehr zeitig am andern Tage im„Kreuz von Malta“ ein. Die Freunde hatten ihn erwartet und ihre Anordnungen darnach getroffen. Streitigkeiten, wenn ſie nicht durch das Stilet geſchlichtet werden, werden in Italien auf
die eine oder andere Weiſe raſch zu Ende gebracht.
Ein Zuſammentreffen außerhalb der Porta vrientale wurde vorgeſchlagen und augenblicklich angenommen. „Degen?“ fragte der Marcheſe.


