Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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dieß, fügte er flüſternd hinzu,würde Verbannung Sie wieder mit Ihrem Bruder vereinigen.

Es war dieß einer jener Träume, welchen ſich unſchuldige junge Herzen gerne hingeben, die keine Ahnung von den Hinderniſſen haben, die ſich erheben, von den Schwierigkeiten, welche ſich der Ausführung ihrer Plane entgegenſetzen.

Sie ſollten doch Ihren Freund jetzt aufſuchen, flüſterte die Herzogin unſerem Helden zu, an deſſen Arm ſie die Tour durch das Zimmer gemacht hatte; ſeine Abweſenheit wird bemerkt werden.

Eine Frau von weniger Takt würde geſagt ha⸗ ben,die Abweſenheit Biancas wird bemerkt werden; Oliver verſtand ſie aber dennoch. 5

Als er in den Garten hinab kam, er errieth, wo er das Paar zu ſuchen habe, fand er Philipp im Streit mit einem jungen Venetianer, dem Grafen Eimitelli begriffen, den die Eiferſucht veranlaßt hatte, den Liebenden nachzufolgen.

Aus Angſt, mit Philipp aufgefunden zu werden, war das ſchöne Mädchen entflohen.

Was auch immer die Urſache Ihres Streites

ſein mag, bemerkte unſer Held,ſo darf der Name

der Signora Belgioſo nicht compromittirt werden. Darf nicht! wiederholte der Graf. Ich ſetze voraus, daß ich es mit einem Manne von Ehre zu thun habe, ſagte Oliver trocken. Der Venetianer verbeugte ſich hochmüthig.

Es war bis jett davon gar nicht die Rede

antwortete er,bis Ihr Freund mich beſchuldigte, ge⸗

meiner Weiſe ſeine Unterredung belauſcht zu haben,