Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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zu erlangen, nicht gelungen. Sir Aubrey kannte aber nicht allein den Charakter deſſen, mit dem er zu thun hatte, ſondern auch den der Untergebenen deſſelben. Darnach handelte er.

Basta, basta!(Genug) rief er, einen der Un⸗ terbeamten im Strom der Fragen unterbrechend, die dieſer an ihn ſtellte;ſagen Sie ihm, daß ein eng⸗ liſcher Gentleman ihn zu ſprechen wünſcht.

Aber der Name, der

Ein engliſcher Gentleman, wiederholte der Be⸗ ſucher, ihn auf dieſelbe unceremoniöſe Weiſe unter⸗ brechend.Ich gebe Ihnen fünf Minuten Zeit, fügte er bei, indem er zugleich eine prächtige gol dene Repetiruhr aus der Taſche zog und den Zeiger betrachtete,mir ſeine Antwort zu bringen.

Die meiſten Perſonen, welche um eine Audienz bei dem Miniſter nachſuchten, mußten ſich den Weg dahin durch Beſtechung erkaufen. Sir Aubrey Fair⸗ clough ertrotzte ſie. Ehe fünf Minuten um waren, wurde er in das Kabinet des großen Mannes ein⸗ geführt, den er in voller Uniform fand. Nichts deſto weniger kam er ihm aber dennoch, trotz ſeines gro⸗ ßen Bandes und eines halben Dutzend Orden wie ein Schneider vor. Seine Excellenz war in nichts weniger als ſehr liebenswürdiger Stimmung; er war ſoeben von dem Empfang im Palaſt wieder nach Hauſe gekommen, wo der König ihn ſpöttiſch gefragt hatte, wie viele Agenten der Carbonari und Flücht⸗ aus den Legationen die Polizei ſchon verhaftet habe.

Falconet hatte nicht einen einzigen ent⸗ eckt.