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in der Sonne ſich wärmend, liegt, als des einen oder des andern wegen ſich Mühe zu machen.
Armes Italien! Klima und Sprache verſchwören ſich gleich ſehr gegen Dich. Das dolce far niente hat Dich als Nation entnervt. Das Gift der Träg⸗ heit hat Deine innerſte Seele zerfreſſen. Peter Marl hatte wohl recht, von Humbug zu ſprechen, wenn man ihm ſagte, daß die Italiener einſt Herren der Welt geweſen ſeien. Hätten wir die Geſchichte nicht in einem andern Lichte geleſen, ſo würden wir uns im höchſten Grade geneigt finden, dieſes Wort zu wiederholen.
Nachts fangen die Bewohner dieſer vergnügungs⸗ ſüchtigen Stadt an lebendig zu werden. Die Nacht iſt die Zeit für Liebensabenteuer und Serenaden,— obgleich Serenaden nicht immer ein Beweis zarter Leidenſchaft oder ſelbſt nur ſchmeichelhaft ſind— zuweilen ſind ſie ſogar beleidigend.
Die Serenate di Gelosia(Eiferſuchtsſerenaden) ſind ein bittere Satyre.
Nächſt dem heiligen Januarius, der Madonna und dem Könige ſind die Geſchichten-Erzähler die volks⸗
thümlichſten Perſonen in Neapel. Die untern Klaſſen
können ganze Stunden lange daſitzen und zuhören, wie dieſelben Geſchichten recitiren oder vielmehr in ihrem eigenthümlichen Dialect mit Begleitung der Guitarre ſingen, indem ſie jede intereſſante Pointe auffaſſen und mit ſchallendem Gelächter jeden beißen⸗ den Witz begrüßen.
Die Menge war ſo groß, daß es Sir Aubry Fairclough und Hanway nur mit Mühe gelang, ſich einen guten Platz in der Nähe des Palaſtes zu ver⸗


