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„Ich muß ſie ſehen!“ rief er plötzlich aus. Dann, wie wenn er ſich ſeines Ungeſtüms und ſeiner Leicht⸗ gläubigkeit ſchämte, fügte er hinzu,„wenn es auch nur aus dem Grunde wäre, um Sie von der Abge⸗ ſchmacktheit Ihrer Vermuthung zu überzeugen.“
„Nichts iſt leichter,“ verſetzte Hanway.„Heute Abend iſt großer Empfang bei Hof.“
„Was hat dieſer damit zu ſchaffen?“
„Der Geſandte und ſeine Gemahlin müſſen da⸗ bei erſcheinen: es iſt dieß eine jener Veranlaſſungen, bei welchen ſie anweſend ſein müſſen. Sie können ſich ſo verkeiden, daß Niemand Sie bemerkt und ſich unter den Haufen miſchen, der die Geſellſchaft aus⸗ ſteigen ſieht.“
Der Baronet, der während dieſes Zwiegeſprächs ſich zum Mittageſſen umgekleidet hatte, nickte bejahend.
„Irrte ich mich,“ fügte der Kammerdiener bei, „ſo iſt das Opfer nicht groß. Es gibt gar manche ſchöne Geſichter unter den neapolitaniſchen Frauen.“
„Sie haben ſchon ſo viele aufgefunden, Hanway,“ bemerkte ſein Herr,„wahrhaftig der Gedanke iſt nicht ſchlecht. Ich denke, ich will ihn befolgen.“
„Sie werden es nicht bereuen, Sir Aubrey.“
„Ich bereue nie etwas,“ verſetzte der Wüſtling, „nicht einmal die Vergangenheit.“
Bei dieſer Bemerkung war das Umkleiden be⸗ endigt.


