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Weiſe aufgenommen worden war, fühlte ſich Milly doch nicht behaglich in Geſellſchaft. Es war ihr zu Muthe, wie Jemandem, der einen verbotenen ge⸗ ſchloſſenen Raum unter einer Maske betritt, welche durch Zufall herabfallen oder durch Bosheit herab⸗ geriſſen werden konnte.
Hätte ſie nur ihrer eigenen Geſchmacksrichtung folgen dürfen, ſo würde ſie einer beſcheideneren Sphäre den Vorzug gegegeben haben. Zuweilen wurde ihr Rang ihr förmlich zur Laſt. Der Grund dafür lag in der Vergangenheit, in jener unerbittlichen Ver⸗ gangenheit, welche ihre geheimen Wunden in mancher Bruſt zurückläßt,— wofür Viele Welten geben würden, wen ſie ſie dadurch völlig heilen könnten,— welche uns wie unſer eigener Schatten nachfolgt.
Der Earl bemerkte dieſe Stimmung und bemühte ſich durch die zarteſten Aufmerkſamkeiten dieſelbe zu verwiſchen,— aus der Erinnerung ſeiner jungen Frau das einzige Blatt zu reißen, welches ihr Da⸗ ſein trübte. Seine Bemühungen blieben aber ohne dauernden Erfolg. Sie konnte wohl einen Augen⸗ blick lächeln, wenn ſie ſeinen Worten lauſchte, aber unmittelbar darauf trübten immer wieder Wolken ihre Stirne.
„Du haſt Unrecht, Milly,“ rief er aus.„Dieſe Empfindlichkeit iſt ein Vorwurf gegen Dein beſſeres Wiſſen. Der ſtrengſte Moraliſt kann das Hpfer des Verbrechens eines Andern nicht tadeln. Ich habe gehofft, daß der Wechſel des Schauplatzes dieſe pein⸗ lichen Eindrücke bei Dir verwiſchen würde.“
„Sie fließen aus der Vergangenheit,“ verſetzte unſere Heldin ſeufzend,„und ſind wie die Vergan⸗


