Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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in die Details dieſer merkwürdigen Flucht des jetzi⸗ gen Lenkers Frankreichs uns einzulaſſen, ſo fühlen wir uns doch veranlaßt, ein paar Zwiſchenfälle, die ſich dabei ereigneten, zu berichten.

In Mocerata wurde er durch einen italieniſchen Gefangenen erkannt, der wahrſcheinlich ſeine eigene Freiheit ſich hätte erkaufen können, wenn er ihn den Oeſtreichern verrathen hätte; derſelbe zog aber edler Weiſe Gefangenſchaft einer ſo niedrigen Handlung vor. In Tolentino wurde er ebenfalls erkannt und entkam nur durch das Mitleid des kommandi⸗ renden Offiziers, eines Florentiners, der dem Angeber erwiderte, die Päſſe der Herzogin von St. Leu ſeien vollkommen in Ordnung und ihre Dienerſchaft gehe ihn durchaus nichts an.

Die größte Prüfung erwartete aber die Flücht⸗ linge in Camoscia, wo Hortenſe mitten in der Nacht mehrere Stunden auf friſche Pferde wartete und ſich endlich genöthigt ſah, mit denen weiter zu reiſen, die ſie hieher gebracht hatten. Damals war es, daß ihr Sohn, geſchwächt durch ſeine Krankheit, von Ermüdung erſchöpft, ſich auf einen nahe liegen⸗ den Steinhaufen legte und feſt einſchlief.

Die Mutter, die während dieſer Zeit an ſei⸗ ner Seite wachte, wagte nicht einmal mit ihm zu reden.

So viele Aufopferung fand endlich ihren Lohn. Die Flüchtlinge erreichten, nachdem ſie zuvor noch eine Menge Gefahren und Abenteuer beſtanden hatten, Cannes in Frankreich, denſelben Hafen, in welchem der erſte Napoleon nach ſeiner Rückkehr von Elba gelandet hatte.

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