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Frau und deren Schatten in Rockingham Hall ge⸗ hört hatte.
Erſt als der Earl an der Thüre des Ankleide⸗ zimmers pochte, erinnerte ſich Milly wieder der Freunde, die ſie erwarteten, um ihr Lebewohl zu ſagen.
Die Entdeckung, welche John Compton gemacht hatte, wurde vorſichtig der verwittweten Lady Fair⸗ clough beigebracht, welche nahezu die Hoffnung auf⸗ gegeben hatte, je wieder ihr verlorenes Kind zu ſe⸗ hen. In Begleitung ihres Verwandten, des Ober⸗ ſten Grey, eilte ſie ſogleich nach Richmond, um es zurückzufordern.
Herbert Lacy erkannte ſie ſogleich.
Wir müſſen die mütterliche Freude übergehen, da es uns rein unmöglich wäre, dieſelbe genügend zu beſchreiben. Annie ſchien Anfangs nur eine unbe⸗ timmte Erinnerung an ihre Mutter zu haben, blickte dieſelbe aufmerkſam an und wußte nicht, wie ſie de⸗ ren Thränen und Küſſe deuten ſolle. Lady Fair⸗ clough gab ſich unſägliche Mühe, ihrem Kinde ſich ins Gedächtniß zurückzurufen, ohne allen Erfolg jedoch.
Endlich ſang ſie ihm den Vers eines alten Lie⸗ des, mit welchem ſie es in Schlaf zu lullen gewohnt geweſen war.
„Mama! Mama!— meine liebe Mama!“ rief Annie, ſich in ihre Arme werfend, indem ſie krampf⸗ haft ſchluchzte,„Du wirſt mich doch nicht wieder⸗ver⸗ laſſen?“
Das Wiedererkennen war vollſtändig.
Obgleich es ein harter Schlag für Herbert Lacy und deſſen Schweſter war, von dem intereſſanten,


