Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Es war das erſtemal, daß die junge Frau ſich bei ihrem Titel hatte nennen hören, und ſie erſchvack darüber; aus anderem Munde hätte ſie ihn vielleicht gleichgültig hingenommen.

„Nennen Sie mich doch Milly,“ rief ſie aus, in die Arme ihrer Wohlthäterin ſich werfend.„Es käme mir vor, als wenn ich Ihre Liebe verloren hätte, wenn Sie mich bei einem andern Namen nennen.“

Miß Lacy küßte ſie und flüſterte ihr die vollkom⸗ mene Verſicherung ins Ohr, daß ſie fortwährend für ſie Milly bleiben ſolle.

Es war ein trauriger Abſchied. Als der Wagen wegfuhr, kam es Herbert Lacy und deſſen Schweſter vor, als wenn ein Licht und eine Freude aus ihrer ſtillen Wohnung entfernt worden wäre. Der Schmerz der kleinen Annie war ganz unmäßig. Sie erklärte wiederholt, daß ſie es dem böſen Manne nie verzei⸗ hen werde, ihr ihre liebe, liebe Milly geraubt zu haben.

Dadurch, daß Lord Arthur in den Beſitz des Ti⸗ tels und der Güter ſeines verſtorbenen Vaters ge⸗ langt, war er in eine ganz andere Lage gegenüber der Regierung gekommen. Der Miniſter ſchrieb ihm ſogleich ſelbſt, und verſicherte ihn, daß er durchaus nicht nothwendig habe, auf ſeinen Poſten in Neapel ſich zu beeilen. Dem neuen Pair ſtanden zwei Sitze im Unterhauſe zur Verfügung. Nationalintereſſen und öffentliche Geſchäfte konnten warten.

Zum Erſtaunen ſeiner Freunde gab der Earl von Dalville ſeine Anſtellung nicht auf, ſondern ſprach vielmehr ſeine Abſicht aus, unmittelbar nachsder Be⸗ erdigung ſeines verſtorbenen Vaters nach Rulien zu⸗

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