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„Daß einer der Schatten, von denen ich ſprach, auf Ihren Pfad gefallen iſt,“ verſetzte Miß Lacy; „er iſt aber ſo unbedeutend, Milly, daß er ihn kaum zu verdunkeln vermag. Sie werden ihn nur an dem verminderten Glanz des Lächelns. Ihres Gatten be⸗ merken.“
„Arthur?“
„Bedarf des Troſtes. Sein Vater, der Earl von Dalville iſt geſtern Nacht plötzlich geſtorben und Sie müſſen ihm dieß beibringen. Der Schlag wird ihn von Ihren Lippen weniger hart treffen.“
Miß Lacy hatte das Herz der jungen Frau rich⸗ tig beurtheilt. Die Nachricht, daß der edelmüthige Mann, der ihr den ehrenvollen Namen ſeiner Gattin verliehen hatte, der Sohn eines engliſchen Edelmanns ſei, ging faſt ſpurlos an ihr vorüber. Arthur— ihr Gatte— war vom Kummer heimgeſucht worden und folglich war ihr Platz an ſeiner Seite, um ihn zu tröſten.
„Ich muß ihn aufſuchen,“ rief ſie aus.„Bei Gott, Sie haben Recht. Ich danke Ihnen, daß Sie S Gelegenheit gegeben haben, eine Pflicht zu er⸗ füllen.“
Ungefähr zwei Stunden hernach kehrte das neu⸗
vermählte Paar in das Haus zurück, wo ihre Freunde
geſpannt auf ſein Erſcheinen warteten. Spuren von Betrübniß zeigten ſich auf Beider Geſicht.
„Meine liebe Miß Lacy,“ ſagte der Earl,„wir müſſen ſogleich abreiſen. Wie vermag ich Ihnen für Ihre viele Freundſchaft und Güte zu danken?“
„Ich fühle mich durch das Glück der Gräfin reich belohnt, Mylord,“ verſetzte die edeldenkende Frau.


