Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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nicht. Sie wußte nur, daß er ein Mann von guter Familie ſei. Doch hielt ſie ihn für arm.

An ſeinem Arme, auf welchen die wankende Milly e aus dem Garten in das

ſich ſtützte, führte er dieſ Empfangzimmer, wo Herbert Lacy und deſſen Schwe⸗ ſter ſaßen. Die letztere errieth aus den Thränen, welche noch immer in den Augen ihres Schützlings glänzten, und dem Ausdruck der Glückſeligkeit und männlichen Zärtlichkeit im Geſichte ihres Begleiters, was ſich zugetragen habe.

„Wünſchen Sie mir Glück, meine lieben Freunde,“ rief er aus,„ich bin der ſeligſte Menſch auf der Welt; ich habe einen Schatz gefunden.“

„Wo?“ fragte der Herr des Hauſes, dem als altem Junggeſellen, und noch überdieß Philoſoph, zu verzeihen wär, daß er ihn nicht verſtand.

„Wo Adam den ſeinigen fand,— im Garten,“ verſetzte der Liebhaber. 2 Miß Lach zog Milly an's Herz und küßte ſie.

„Ich fürchte unrecht, ſelbſtſüchtig gehandelt zu haben,“ murmelte das junge Geſchöpf bewegt.„Darf ich denn ſein edelmüthiges Anerbieten annehmen?“

„Dieſe Frage muß Ihr Herz beantworten,“ ver⸗ ſetzte die Dame ernſt.

„Es hat ſie bereits beantwortet,“ ſagte ihr Bru⸗

der, der endlich den Lord verſtanden hatte.„Stan⸗

ton, Sie haben edel gehandelt; genehmigen Sie meine

beſten Wünſche für Ihr Glück.“ „Ich muß noch immer auf Ihren und Miß Lacy's

Einfluß mich verlaſſen,“ ſagte der Liebhaber.„Ich habe den Befehl erhalten, innerhalb zehn Tagen

mich auf meinen Poſten in Neapel zu begeben.“

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