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ſind gut, wie man ſagt. Leider! habe ich den Er⸗ werb der meinigen theuer bezahlt.“
„Ich aber habe Sie nie hintergangen oder ver⸗ laſſen,“ bemerkte Lord Arthur.
„Sie? ach nein! Sie waren voll Freundlichkeit und Edelmuth gegen mich,“ rief die Zigeunerin;„ſo zurt wie das Mitleid ſelbſt, ſo geduldig wie die Barmherzigkeit. Sie haben mich durch Ihre Kraft aufrecht erhalten und nahezu mich gelehrt, mich nicht zu verachten. Können Sie ſich deßhalb wundern, daß mir dieſe Trennung nahe geht?
„Ich bin wie eine Pflanze,“ fuhr ſie fort,„die ſich ſtützend an einem Eichbaum hinaufſchlingt. Nimmt man ihr dieſe Stütze weg, ſo verwelkt ſie— ſtirbt ab.“
„Aber nicht wenn ſie verſetzt wird,“ entgegnete ihr Erretter im Tone leidenſchaftlicher Zärtlichkeit. „Weßhalb ſollten wir uns trennen, wenn wir nur unſere Herzen um Rath zu fragen haben? Ich liebe Sie, Milly! Seit Monaten ſchon habe ich eine Maske getragen, welche meine Gefühle verbarg; aber nur vor mir ſelbſt, denn Andere haben ſie durchſchaut. Endlich füllt ſie, ohne aber eine knabenhafte, verän⸗ derliche Leidenſchaft blos zu legen, ſondern vielmehr die ſtarke Liebe eines Mannes mit dem feſten Ent⸗ ſchluß, den Gegenſtand ſeiner Verehrung zu gewin⸗ nen. Wollen Sie die Meine werden? Antworten Sie mir jetzt nicht: vergeſſen Sie nicht, daß Glück oder Unglück von Ihrer Entſcheidung abhängt. Sie werden ein ſtarkes Herz finden, das Sie ſtützen und den Kampf des Lebens für Sie ausfechten, einen Freund, der Sie führen, einen Liebhaber, der Sie tröſten und einen Gatten, der Sie beſchützen wird.“


