Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Die beiden Engländer verbeugten ſich reſpectsvoll, als er an ihnen vorüberging. Plötzlich drückte Phi⸗ lipp den Arm ſeines Gefährten.

Oliver blickte auf und erkannte in dem Herrn, auf deſſen Arm Seine Eminenz ſich ſtützend lehnte,

den Grafen Cemitelli.

Ein ſtolzes Lächeln ſpielte um die Lippen des venetianiſchen Edelmanns, als ſeine Augen denen ſei⸗ nes Nebenbuhlers begegneten; ſie ſchienen zu ſagen: „hier bin ich im Vortheil, bin früher hier wie Du, und nun ſteche mich aus, wenn Du kannſt.“

Der arme Philipp war in Verzweiflung. Er hielt die Vermählung ſeiner Geliebten mit dem Gra⸗ fen für eine zwiſchen deren Muftter und dem Cardi⸗ nal abgemachte Sache und ſah nun deren Ankunft in Rom mit eben ſo viel Angſt entgegen, als er zu⸗ vor ſich darauf gefreut hatte.

„Wie doch die Phantaſie gleich mit Dir durch⸗ geht,“ rief Oliver, dem er ſeine Befürchtung mit⸗ theilte.„Dieſer Menſch wird nie der Gatte von Bianca Belgioſo werden; lieber würde ich vorher ſelbſt mit ihr durchgehen.“

„Mit ihr durchgehen?“ wiederholte der erſtaunte Liebhaber.

„Und Du würdeſt mir dabei helfen,“ ſetzte ſein Freund mit fröhlichem Lachen hinzu;„Philipp, Phi⸗ lipp, wie ſchwerfällig Du biſt!“

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