Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Philipp.

„Und wenn er zwanzig Scudi für nicht zu viel erachtete?“

„Ich würde fünfzig geben.“

„Jür fünfzig würde allerdings die Copie noch viel ſchöner ausfallen,“ bemerkte der Cuſtos, dieſes Anerbieten augenblicklich ergreifend,„ich will einem Künſtler von meiner Bekanntſchaft den Auftrag er⸗ theilen, es anzufertigen.“

Der Handel wurde raſch abgeſchloſſen und als der ſchlaue Italiener eine nicht unbeträchtliche Ab⸗ ſchlagsſumme an den fünfzig Scudi erhielt, bedauerte er wahrſcheinlich im Stillen, daß er den jungen Eng⸗ länder ſo wohlfeil gehalten hatte.

„Wann ungefähr kann ich es haben?“ fragte Philipp.

„In zehn Tagen etwa.“

„Und der Künſtler?“

„Mit dieſem will ich die Sache ins Reine brin⸗ gen,“ verſetzte der Mann.

Bianca's Liebhaber hatte keine Ahnung, welch einen elenden Preis der gewiſſenloſe Schelm dafür bezahlen würde.

Beim Weggehen aus der Gallerie mußten die jungen Männer die große Haupttreppe des Polaſtes herabſteigen; als ſie dort anlangten, erſchienen meh⸗ rere Diener in reicher Livree, die einem kleinen, gicht⸗ brüchigen, alten Mann vorausgingen, deſſen Schar⸗ luchgewand ſeinen Rang als eines der Fürſten der Kirche andeutete.

Es war der Cardinal Doria, Bianca's Onkel.

„Mir iſt es völlig Ernſt damit,“ unterbrach ihn