Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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232 „Ich fürchte, daß mein Beſuch Ihnen ungelegen kam.“

„Durchaus nicht,“ verſetzte John Compton,„und wenn Sie es erlauben, ſo will ich Sie zu Oberſt Grey begleiten. Wiſſen Sie, in welchem Verwandt⸗ ſchaftsgrade er zu der Lady ſteht?“

„Er iſt ihr Onkel, ſo viel ich weiß.“

„Hat er irgendwie Anſprüche auf ihr Vermögen?“

„Nicht die geringſten,“ verſetzte der Major.„Lady Fairclough beſitzt übrigens gar nichts außer ihrer Schönheit;— es war durchaus nur eine Nei ungs⸗ heirath, welche der verſtorbene Baronet mit iht ein⸗ gegangen hatte.“

„Ich wünſchte, meine thörichte Verwandte beſäße auch nichts außer ihrer Schönheit,“ bemerkte der Citymann trocken;„dann hätte der arme Philipp den Sir Aubrey niemals zum Stiefvater bekommen.“

Der Major und der Makler fuhren von Mincing Lane nach St. James's Street, wo ſie glücklicher Weiſe den Oberſten zu Hauſe trafen. Es bedurfte übrigens einer geraumen Zeit, bis es dem Major Henderſon glückte, ſeinen ehemaligen Kameraden von der Nothwendigkeit einer Nachforſchung zu überzeu⸗ gen, ſo vollſtändig war es dem Baronet gelungen, ſein Urtheil durch den Schein von Uneigennützigkeit und Theilnahme zu blenden.

Regelmäßig jeden Monat theilte Sir Aubrey ihm, als dem nächſten Verwandten der Dame, den Bericht des Doktors Sellen mit, welchen Oberſt Grey mit gehöriger Aufmerkſamkeit durchlas, das Schickſal ſeiner Nichte beſeufzte und ſodann die ganze Sache bis zum Eintreffen eines neuen Berichts ver⸗