Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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ſchnitt, konnte er der Verſuchung nicht widerſtehen, dem edlen Thiere, das früher Milly gegen ſeine Ge⸗ waltthätigkeit vertheidigt hatte, Schmerzen zu machen, indem er die ſchweren Abſätze ſeiner Stiefel auf deſſen Hals ſetzte, und mit höhniſchem Grinſen ſeinen krampfhaften Todeskampf beobachtete.

„Mach daß Du fortkommſt,“ ſagte Martha; „hinunter in das Boot.“

Das Kind in die Hängematte einwickelnd bega⸗ ben ſie ſich an das Flußufer und ruderten raſch davon.

Nur diejenigen, welche die Zärtlichkeit mütterli⸗ cher Liebe kennen, vermögen den Schmerz Milly's bei dem Verluſt ihres Kindes zu verſtehen. Jung, ohne Freunde und unbekannt mit der Welt, durch⸗ ſtreifte ſie, anſtatt an die Behörden ſich zu wenden,

die ganze Nachbarſchaft, indem ſie unaufhörlich das

Kind bei Namen rief und Jeden, den ſie begegnete, fragte, ob er es nicht geſehen habe. Einige bemit⸗ leideten ſie, Andere hielten ſie für wahnſinnig. In ihrer Verzweiflung gab ſie gar nicht Acht, wohin ſie

ihre Schritte lenkte. Mit Einbruch der Nacht be⸗ fand ſie ſich am Ufer des Fluſſes beinahe acht Mei⸗

len oberhalb der Brücke.

Es war ein abgelegener Ort und die troſtloſe, verzweifelnde Mutter warf ſich von Ermüdung und Aufregung erſchöpft, auf den Boden und weinte bitterlich.

„Gott der Häuſerbewohner!“ rief ſie aus,„was habe ich denn gethan, womit ich Dich beleidigte Wenn ich gegen die Geſetze gehandelt habe, ſo ge

Während Kaled die Stricke der Hängematte ab⸗