Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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mir halten werden, wenn einmal das Band geknüpft iſt?“ fragte der Burſche.

„Eure Mutter wird gut für mich ſtehen,“ verſetzte Lady Fairclough; ſie weiß, wo ſie mich finden kann. Jene beide müſſen aber ſogleich getrennt werden— noch dieſe Nacht. Ich muß wiſſen, daß dieß geſche⸗ hen iſt, ſonſt tödtet mich die Ungewißheit.“

„Du kannſt ihr trauen,“ ſagte Martha, auf roth⸗ welſch ſprechend.„Wenn das Herz von Eiferſucht voll iſt, iſt die Hand ſtets offen.“

Es iſt dieß ein wohlbekanntes ſpaniſches Sprich⸗ wort; und wir wurden ſehr häufig überraſcht, nicht nur ſpaniſche, ſondern auch arabiſche und perſiſche Sprichwörter bei den Zigeunern zu finden. Wo ſie dieſelben aufgerafft haben, mögen Philologen ent⸗ ſcheiden.

Der Garten von Woodbine Cottage erſtreckte ſich bis an die Themſe und war der beobachtenden Neu⸗ gier ſo ſehr entzogen, daß man nur vom Fluſſe aus oder wenn man die ihn umgebenden Mauern erſtieg, einen Blick hineinwerfen konnte;— Umſtände, welche für die Abſichten Kaled's und ſeiner Mutter äußerſt günſtig waren, welche, nachdem ſie ſich ein Boot ver⸗ ſchafft hatten, an einer von Gebüſch eingefaßten Stelle landeten und dort verſteckt geduldig die Gelegen⸗ heit abpaßten, bis ſie ſich Milly's Kind bemeiſtern könnten.

Sie brauchten nicht lange zu warten.

Im Hauſe befanden ſich nur zwei Donmeſtiken, denn Sir Aubrey ſowie deſſen Opfer wünſchten Ein⸗ ſamkeit;— der erſtere um der Entdeckung ſeines wah— ren Namens und Standes, die er ſelbſt vor Millh