Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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verfolgen— die Bluthunde des Geſetzes auf Eure Fährte hetzen. Das Mädchen iſt es,“ wiederholte ſie heftig,„welche meine Rache treffen muß und nicht meinen Gemahl.“

„Hoho!“ rief der Zigeuner,„ich ſehe nicht ein, auf welche Weiſe Milly gegen Sie ſich verfehlt hätte. Sie werden ſich doch nicht einbilden, er habe ihre Liebe dadurch gewonnen, daß er ihr ſagte, er habe ein Weib? Ich bin feſt überzeugt, daß er von dieſer nie in ihrer Gegenwart geſprochen hat. Ich würde es wenigſtens nicht thun,“ ſetzte er mit plumpen La⸗ chen hinzu;„ſelbſt wenn Milly nur halb ſo ſchön wäre, wie Sie.“

Dieſe unverſchämte Rede eines Geſchöpfs, das ſie ſo tief unter ſich hielt, daß ſie es kaum auf die⸗ ſelbe Stufe der Menſchheit mit ihr ſelbſt ſetzte, be⸗ antwortete Lady Fairclough nur durch einen Blick des Abſcheues und der Verachtung.

„Böſer Mann, Miſſie, Milady,“ ſagte Samba; „böſer Mann, warum thun Sie mit ihm ſprechen?“

„Was ſagt der ſchwarze Teufel da?“ rief Kaled, drohend auf die Negerin zuſchreitend.

In einem Augenblicke änderte ſich der ganze Ge⸗ ſichtsausdruck derſelben; es lag etwas Wildes und Fürchterliches in dem Ausdruck ihrer Augen, als ſie ein Meſſer vom Tiſche wegnahm und ſich nahezu bis auf den Boden niederließ, gleich einer Pantherin, die ſich zum Sprunge bereit macht.

„Weißer Teufel ſchlimmer iſt als ſchwarzer,“ ziſchte ſie durch ihre zuſammengepreßten Zähne.„Du glau⸗ ben, Obeafrau ſich fürchten; Narr, ich Dich todt⸗ ſtechen.“