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das ſchamloſe Ding Ihren Schmerz nicht ſehen laſſen. Wenn Maſſa ſieht, daß Sie hinter ſeine Schliche ge⸗ kommen, iſt es nicht gut; er ſchlauer iſt, als Sie.“
„Mein Herz iſt gebrochen, Samba!“ ſtöhnte die unglückliche Gebieterin.
„Ja, Miſſie, Milady.“
„Ich habe jetzt Niemand mehr, der mich liebt.“
„Wann haben Sie zuletzt von Maſſa Philipp ge⸗ hört?“ fragte die Negerin.
„Ich bin gerecht beſtraft,“ murmelte die unglück⸗ liche Frau,„in meiner Hingebung für dieſen Rann habe ich ſelbſt mein eigenes Kind vergeſſen.“
„Das iſt wahr, vielleicht er aber Sie nicht ver⸗ geſſen hat,“ bemerkte das ſchwarze Weib.„Er meint, Sie kein Herz haben.“
„Schweige, Samba!“ rief ihre Herrin ungeduldig.
„Ja, Miſſie, Milady.“
„Nun,“ ſagte Martha, in das Zimmer tretend, wo die Dame und ihre Begleiterin ſo lange in Er⸗ wartung geſeſſen hatten,„hat die Rumänin wahr ge⸗ ſprochen oder nicht?“
„Leider verhält es ſich ſo.“
„Mein Sohn iſt außen, wollen Sie ihn ſprechen?“
Auf ein Zeichen ſeiner Mutter erſchien Kaled im Zimmer. Er war jetzt nicht mehr der ſchmächtige Aufſchößling, der, aus Furcht, Milly zu beleidigen, mit ſchüchternen Blicken auf ihre Worte und ihr Lächeln lauſchte, ſondern er war jetzt ein unerſchrockener, kräf⸗ tiger Mann geworden; ein Jahr hatte das ſpielende Weſen der jungen Beſtie in die Wildheit eines aus⸗ gewachſenen Tigers verwandelt.
Es lag etwas peinlich Beleidigendes in dem fre⸗


