Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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zeugen, daß niemand ſie hören könne,„ſo läßt ſich die Sache leicht ausführen.“

„Meinen Sie damit etwa den Tod des Mäd⸗ chens?“ flüſterte Lady Fairclough.

„Nein,“ verſetzte Martha barſch; zeine Tren⸗ nung. Das Mädchen iſt meines Bruders Enkeltochter; und obgleich die Hearns eben ſo gut als die Kee⸗ lans ſind, ſo iſt Blut doch dichter als Waſſer. Ihr Häuſerbewohner haltet nicht viel auf die Rumänen; aber auch wir haben unſere Geſetze und unſere Re⸗ ligivn— es iſt nicht unſere Schuld, daß beide von euern Gebräuchen abweichen. Es gibt nur zwei Fälle, in welchen bei uns das Leben genommen werden darf— entweder wenn ein ächter Pharao's Sohn on ſeine Feinde verkauft wird, oder wenn ein Weib ihrem Gatten die Treue bricht.“

„Trennung?“ wiederholte die Dame—„ja, das könnte genügen.“

„Es muß genügen, wenn ich dabei im Spiele bleiben ſoll. Milly war beſtimmt meinen Sohn zu heirathen, einen jungen Burſchen, der im Spiel mit dem Meſſer und im Tambourinſchlagen keinem an⸗ dern nachſteht. Obgleich die ſchönſten Augen im Lager über ſeine Abweſenheit ſich roth färben, ſo kann der alberne Tropf doch an keine Andere als an Milly denken. Er hat ſeit Monaten ihre Spur verfolgt,— mit der Beſtändigkeit eines ſterblich Ver⸗ liebten, mit der Geduld des Haſſes. Kaled und nicht ich, ſeine alte Mutter, hat entdeckt, wo der ver⸗ lorene Vogel ſein Reſt aufgebaut hat.“

Obgleich vieles, was das Weib vorgebracht hatte, für Sir Aubrey's Gemahlin unverſtändlich war, ſo