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Sie hätte dann noch zweifeln, Beweiſe verlangen können; aber dieſes Lächeln im Vollbewußtſein der Ueberzeugung und dabei ſo voll Hohn ließ durchaus keine Ungewißheit zu.
„Sagen Sie mir alles!“ rief Lady Fairclough, eine wohlgefüllte Börſe der alten Here in den Schoos werfend, die ſich im Stillen über ihren Jammer freute;„ſagen Sie mir alles!“
Martha zählte genau den Betrag des Geſchen⸗ kes nach, das ſie, zufrieden geſtellt, ſodann in ihre weite Taſche ſchob.
„Ihr Gemahl hat Sie betrogen,“ erwiderte ſie; „ſo machen es aber beinahe alle Häuſerbewohner. Er liebt eine Andere, ein Mädchen Namens Milly Moyne, die er vor mehr als einem Jahr beſchwazte, ihren Stamm und ihre Verwandten zu verlaſſen. Er bewacht ſie wie eine Blume, deren Wurzel in ſeinem Herzen ſitzt und durch ſein Lebensblut ge⸗ nährt wird,“ ſetzte ſie langſam hinzu.„Sie wird in dem unterrichtet, was die Häuſerbewohner lernen und kleidet ſich wie eine Königin, denn nichts iſt für die Mutter ſeines Kindes zu gut.“
„Seines Kindes!“ rief die Dame von ihrem Sitze auffahrend und die Hände in eiferſüchtiger Verzweiflung ringend;„ſagten Sie wirklich, ſeines Kindes?“
„Ein Knabe iſt es,“ bemerkte Martha gelaſſen; „und dieß iſt der Grund, weßhalb er ihrer noch nicht überdrüſſig iſt. Die Männer ſind ſelten einer Frau treu, wenn ſie ſie nicht zum Vater macht.“
„Wo iſt die Buhlerin?“ fragte die hintergangene Gattin,„ich will ſie aufſuchen und vernichten.“


