Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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gültigkeit auf, da er weder nervös, noch reizbar, noch phantaſiereich war.

„Hier! das genügt! Nicht näher!“ rief Lady Fairclough auf einen der hier befindlichen Bänke ſich niederlaſſend.

Martha beabſichtigte nicht, ſie zu erſchrecken, und die Gelegenheit ſie ihrer mit Brillanten beſetzten Bracelets und blinkenden Kette zu berauben, welche ihre gierigen Augen auf ſich zogen, war, wenn auch höchſt verführeriſch, doch zu gefährlich, um ausführ⸗ bar zu ſein, denn der Lakai war noch immer in der Nähe. Sie ſetzte ſich deßhalb wenige Schritte von der Dame auf den Grasboden.

„Was veranlaßte Sie, ſich der Treue Ihres Gatten zu rühmen,“ fragte die Dame,„und gerade eben jetzt?“

„Sie beleidigten mich,“ verſetzte das Weib.„Zer⸗ quetſchen Sie eine Blume und Sie erhalten den ſüßen Wohlgeruch aus ihren Blättern; wenn Sie aber den Abſatz auf den Kopf einer Schlange ſetzen, ſo können Sie nichts als Gift aus dieſer heraus⸗ preſſen.“

„So war es alſo eine Lüge, nichts weiter als eine ſchamloſe Lüge, um mich für einen unbedachten Ausdruck zu ſtrafen.“

„Martha lügt nie. Ihr Gatte war ihr ſtets treu!“

„Und meiner?“

Ein eigenthümliches Lächeln flog über das ge⸗ bräunte Geſicht der Rumänin, welches das Herz der Dame ſchwerer verletzte, als die poſitivſte Behaup⸗ tung von Sir Aubrey's Untreue es vermocht hätte.