21¹4
Lady Fairclough hatte bereits den Fuß auf den Wagentritt geſetzt, als dieſe Bemerkung der Frau und der Blick, welcher dieſelbe begleitete, ihre Auf⸗ merkſamkeit auf ſich zog; ſie paßten zu den brennen⸗ den Gedanken, welche ihr Gehirn und Herz ver⸗ zehrten.
Der wohlgepuderte und in reicher Livree ſteckende Lakai machte eine ganz entſetzte Miene. Die Achſel⸗ ſchnüre tragende Zunft iſt gewöhnlich in ihrer Art ſehr ariſtokratiſch geſinnt.
„Soll ich die Polizei rufen? Milady?“ fragte er an den Hut langend.
„Nein,“ antwortete ſeine Herrin ungeduldig.„Ich habe mich anders beſonnen und will dieſen Morgen nicht ausfahren. Ich will zu Fuß gehen. Haben Sie den Schlüſſel zu dem Square?“
„Ja Milady.“
„Folgt mir,“ ſagte die Lady, nach der Zigeu⸗ nerin ſich umwendend, welche mit der Schlauheit, die ihrem Stamme eigen iſt, den Eindruck beobach⸗ tet hatte, den ihre Worte hervorgebracht und jetzt ſchon im Stillen berechnete, welchen Nutzen ſie aus der Leichtgläubigkeit der Dame ziehen könne.
Der Lakai ſchloß die Thüre auf, im Stillen ſich wundernd, was für eine Thorheit oder Caprice ſeine Herrin mit einemmale befallen habe.
Die braune Sibille warf ihm einen boshaften Blick zu, als ſie in das ariſtokratiſche Heiligthum eintrat. Sie hatte ſeine Anfrage nicht vergeſſen, ob er ſich nach Polizei umſehen ſolle. Dießmal ſchien aber ihr Blick ſeine gewohnte Kraft verloren zu ha⸗ ben, denn Jeames nahm ihn mit dumnſtolzer Gleich⸗


