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entweder gerade dem Hauſe gegenüber oder am Ge⸗ länder des Square's müſſig herumlungerte. Es lag etwas höchſt Abſtoßendes in dem Ausdruck ihres Geſichts,— ihre Augen glänzten wie die einer Klapperſchlange und hatten einen wilden und ſchlauen Ausdruck, gleich dem eines hungernden Luchſes, wenn er, im dichten Gebüſch kauernd, die Annähe⸗ rung ſeiner ahnungsloſen Beute erſpäht.
Gleich den meiſten Creolinnen war die Lady von nervöſem reizbarem Temperament, jedem Eindruck leicht zugänglich und geneigt ohne Ueberlegung da⸗ nach zu handeln; daher war es nicht zu verwundern, daß die Erſcheinung des alten Weibes ihre Einbil⸗ dungskraft beſchäftigte.
„Was will denn das gräßliche Geſchöpf!“ rief ſie aus, als Kaled's Mutter den Lakaien bei Seite ſchob, offenbar in der Abſicht ſie anzureden.„Geben Sie ihr etwas und machen Sie, daß ſie fortkommt.“
Der Diener wollte ihr einen Schilling reichen.
Die alte Zigeunerin blickte aber das Goldſtück verächtlich an und brach in ein höhniſches Lachen aus.
„Gräßliches Geſchöpf!“ wiederholte ſie.„Schöne Bezeichnung für daſſelbe Fleiſch und Blut wie Sie; ſo machen es aber die Häuſerbewohner. Der Geld⸗ ſtolz liegt in euren Worten; aber ich beneide euch nicht um eure ſeidenen und ſammtnen Gewänder, ſo wenig als um das Weh darunter. Vielleicht ſchlägt ein zufriedeneres Herz unter meinen Lumpen. Als ich noch jung war, hätte ich nicht mit Ihnen getauſcht, ich war glücklich unter meinem Zelt auf der Haide oder an der Landſtraße, denn mein Gatte war mir treu.“
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