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und weiblicher Wärter ſpazieren. Einige darunter geſtikulirten wild, hielten Unterredungen mit Perſo⸗ nen, die ſie anweſend wähnten; andere dagegen ſchie⸗ nen in die tiefſte Melancholie verſunken und nahmen keine Notiz von dem, was um ſie herum vorging.
Durch das dichte Gebüſch gänzlich verborgen be⸗ obachtete Oliver die Scene mit Muße, als plötzlich ein mehrfach auf einander folgendes durchdringendes Geſchrei ihn erſchreckte.
Unwillkührlich griff er nach ſeinem Piſtol.
Im nächſten Augenblicke kam eine Frau den Weg herabgelaufen. Sie blickte wild um ſich und wayrf einen Brief, der durch eine lange Haarlocke, die wahrſcheinlich ihr ſelbſt gehört hatte, um einen Stein gebunden war, in das Gebüſch, in welchem unſer Held ſich verborgen hatte.
Er fiel unmittelbar zu ſeinen Füßen nieder. Ihn aufheben und in ſeine Taſch ſtecken war das Werk eines Augenblicks.
„Es nützt Sie nichts, Milady,“ ſagte einer der
Wärter, der ſie eingeholt hatte;„ich weiß, daß Sie
einen Brief geſchrieben haben, geben Sie mir ihn, ſom Sie nicht wollen, daß ich Sie durchſuchen 0 172
„Elender!“ rief die Dame, ſich mit Würde auf⸗ richtend,„wollen Sie etwa gar Hand an mich legen?“
„So folgen Sie mir nach dem Hauſe,“ verſetzte der Menſch, durch ihr Benehmen etwas eingeſchüch⸗ tert;„wir werden dann hören, was der Doktor ſagt.“
„Gott ſteh mir bei!“ ſtöhnte das unglückliche


