Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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„Iſt Doktor Sellen zu Hauſe?“ fragte Randal.

„Ja,“ antwortete das Mädchen zögernd.

„Melden Sie ihm, ſein Neffe ſei hier und wün⸗ ſche ihn zu ſprechen,“ rief unſer Held, indem er zu⸗ gleich ohne Umſtände durch das Thor ging.

Sein Gefährte folgte ſeinem Beiſpiel und das Mädchen, die eine Miene machte, als wenn ſie nicht recht wüßte, was ſie thun ſolle, ſchloß die Thüre hin⸗ ter ihnen zu und riegelte ſie ſorgfältig wieder ab.

„Ich hoffe, daß alles in Ordnung iſt,“ murmelte der Pächter, indem er weiter fuhr;„es ſind artige und wie ich glaube auch gute Jungen, aber der Art, wohin ſie gehen, will mir nicht gefallen.“

„Ich will in das Haus hinaufgehen,“ ſagte das

ädchen,„und dem Herrn melden, daß Sie hier ſind. Gehen Sie aber ja nicht nach irgend einer Seite hin abwärts vom Weg.“

Randal kümmierte ſich aber nichts um ihren Vor⸗ ſchlag, ſondern folgte ihr auf dem Fuße und ſo blieb unſer Held allein.

Dliver wollte nicht vergebens Zeit und Mühe zu einem Beſuch der Umgebung von Melina Houſe aufgewendet haben, und die dargebotene Gelegen⸗ heit unbenützt vorüber gehen laſſen. Sobald daher des Doktors Neffe und das Mädchen ſeinem Ge⸗ ſichtskreiſe entſchwunden waren, ſchlug er einen der Seitenwege ein, und ſchritt raſch aber vorſichtig ſo vor, bis er die Fronte des Hauſes zu Geſicht

ekam.

Eine Anzahl Patienten, die offenbar der höheren Klaſſe der Geſellſchaft angehörten, gingen auf dem grünen Raſen unter Oberaufſicht mehrerer männlicher