Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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unter war ein ſtämmiger, aufgedunſen ausſehender Burſche mit buſchigen Brauen und ſpitzbübiſchem Ausdrucke der Augen. Sein Kamerad hatte ein etwas weniger verdächtiges Ausſehen, doch war bei beiden ihre Abſtammung von Zigeunern nicht zu verkennen.

Oliver bemerkte zu ſeinem Erſtaunen, daß der letztere zwei Schmarren auf jeder Wange hatte. Un⸗ willkührlich fiel ihm dabei die Scheune ein.

Nachdem der Wirth das Verlangte gebracht hatte, ſtreckte er die Hand zur Bezahlung aus, ehe er Bier und Brod abgab.

„Ihr habt große Eile,“ bemerkte der keckſte unter den Beiden.

„Ich halte es ſtets bei meinen Kunden ſo,“ lau⸗ tete die nichts weniger als ſchmeichelhafte Antwort.

„Ah! wahrſcheinlich wenn Sie ſie nicht kennen.“

„Juſt, wenn ich ſie kenne, wollen Sie ſagen,“ verſetzte der Wirth bedeutungsvoll;„es iſt zwar lange her, ſeit Eure Bande dieſe Gegend unſicher machte; aber ich habe Euch nicht vergeſſen.“

„Zahl aus, Iinks,“ ſagte der Zigeuner in brum⸗ mendem Tone:„ich habe das letztemal die Zeche berichtigt.“

Der Name beſtätigte, was zu Anfang blos ein unbeſtimmter Verdacht geweſen war; unſer Held konnte keinen Augenblick mehr zweifeln, daß dieß die⸗ ſelben Männer ſeien, deren Unterredung er vor ei⸗ nem Jahre in der Scheune mit angehört hatte, und dieß beſtimmte ihn, augenblicklich den Platz in des Pächters Fuhrwerk anzunehmen.

„Es freut mich,“ ſagte der alte Mann;„denn