197
ten ernſtlich gemeint ſei, zögerte er nicht länger, ſon⸗ dern folgte dem Beiſpiel ſeines Gefährten.
„Seht Euch wohl nach Arbeit um?“ fragte der alte Mann.
„Wir gehen nach Melina Houſe,“ verſetzte Oli⸗ ver Brandreth.„Mein Freund,“ indem er auf ſei⸗ nen neuen Bekannten deutete,„hat einen Verwand⸗ ten, der dort wohnt.“
„Gott erbarme ſich des armen Teufels, wer er auch ſein mag!“ rief Pächter Beacon aus;„es iſt jedenfalls ein ſehr trauriger Aufenthaltsort.“
„Wahrſcheinlich iſt es einer der Wärter,“ warf der Gaſtwirth ein;„es gibt eine große Menge da⸗ von dort. Der Doktor läßt ſie nicht Hunger ſter⸗ ben: ſie wiſſen zu viel um ſeine Geheimniſſe.“
„Nun,“ ſagte der alte Mann;„ſagen Sie nichts weiter mehr über ihn, ſonſt werden die armen Bur⸗ ſche hier gar zu ſehr eingeſchüchtert. Kommt Ihr von weit her?“
„Von London,“ antwortkte Randal.
„Zu Fuß?“
„Keinen Schritt anders.“
„Dann müßt Ihr jämmerlich müde ſein,“ be⸗ merkte der Pächter gutmüthig,„und ich will euch daher in meinem Fuhrwerk mitnehmen.“
Die Knaben erklärten, daß ſie durchaus nicht müde ſeien, und wollten eben das Anerbieten ableh⸗ len, als zwei verdächtig ausſehende Individuen in die Küche traten und eine Maß Bier und Brod ver⸗ langten.
Auf ſämmtliche Anweſende machten ſie einen nichts weniger als günſtigen Eindruck. Einer dar⸗


