Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Niemand wußte, aus welcher Gegend Mr. Lacy ſtammte oder welcher Familie er angehörte. Er be⸗ ſaß weder Freunde noch Bekannte; und obgleich man vorausſetzte, daß er dem ärztlichen Stande angehöre, ſo lehnte er doch jede Praris ab, außer in ſolchen Fällen, welche die Aerzte in der Umgegend für hoff⸗ nungslos erklärten. Dieſe behandelte er häufig mit außerordentlichem Erfolge, ſchlug aber jede Belohnung dafür entſchieden aus.

In der Umgegend waren ganz eigenthümliche Ge⸗ rüchte hinſichtlich ſeines Verkehrs mit dem Todten⸗ gräber der Gemeinde im Schwunge, indem dieſer, wie man ſagte, ihm Leichname zum Seziren und zu wiſſenſchaftlichen Experimenten liefern ſollte. Begreif⸗ licher Weiſe verloren dieſe Gerüchte nichts beim Wei⸗ tererzählen und die abergläubiſchen Bauern, obgleich ſie aus ſeiner bereitwilligen Hülfeleiſtung und wiſſen⸗ ſchaftlichen Kunſt Nutzen zogen, ſahen ihn doch mit einer gewiſſen Scheu, wenn nicht gar mit Widerwil⸗ len an.

Die erſtere Empfindung erſtreckte ſich ſogar auf die beiden Perſonen, welche zu ſeinem einſamen Haus⸗ halt gehörten. 6

Dieß war, ſo weit es die Haushälterin Mary Daws betraf, gerade nicht beſonders auffallend, dern dieſe hatte eine böſe Zunge und dabei ein Tempera⸗ ment, das Jedermann, mit Ausnahme ihres Herrn, für unbezähmbar hielt. Gegen dieſen war ſie gewöhn⸗ lich ſanft und unterwürfig und, was ihm wahrſchein⸗ lich am liebſten war, ſie beläſtigte ihn nicht mit ihrer Unterhaltung.

Mit andern Worten; ſie bediente ihn und ver⸗

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