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in fremdem Lande abweſend und ſein Haus der Auf⸗ enthaltsort von Jemand geworden, der weder Zeit noch Muße gefunden hatte, mit dieſen romantiſchen, aber geſetzloſen Anſiedlern ſich einzulaſſen.
Auf der entgegengeſetzten Seite der Straße, etwa hundert Schritte von der Hecke entfernt, hart an der Grenze der Markung, ſtand eine einſame Scheune, faſt ganz mit Epheu und einer dichten Maſſe von Schmarotzerpflanzen überzogen, welche die halbverfaul⸗ ten Dielen zuſammenhielten. Weßhalb eine Scheune an einen ſo entlegenen Ort hatte geſetzt werden mö⸗ gen, vermochte Niemand zu errathen; dieſelbe wurde augenſcheinlich ſelten benützt, denn die eine Hälfte der Thüre war aus ihren roſtigen Angeln gefallen, und die andere Hälfte krachte traurig, wenn der Wind ſie hin und her bewegte, der heulend und pfeifend den Staub in Wolken um die Ecken und über das Dach des alten Gebäudes in jener Nacht jagte, in welcher zwei junge Reiſende, mit welchen wir unſere Leſer bekannt zu machen im Begriffe ſind, ſich mühe⸗ ſam durch den unbarmherzigen Schauer von Regen und Graupeln auf der kothigen, verlaſſenen Straße dutcharbeiteten.
Oliver Brandreth, der älteſte darunter, war ein hübſcher, männlich ausſehender Jüngling von vierzehn Jahren, deſſen lichtes Lockenhaar, blaue Augen und unverkennbgre ſächſiſche Geſichtszüge ein treues Sie⸗ gelbild ſeines Charakters bildeten, der wahrhaft, liebe⸗ voll und muthig war. Er ſah aus wie ein Menſch, der nie aus Furcht zu einer Lüge ſich erniedrigt hätte — an deſſen Herz Freundſchaft oder Unglück nie ver⸗ gebens um Theilnahme ſich wandte— deſſen Lippen


