Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

platz öffneten. Der General hatte bemerkt, daß keine rechte Unterhaltung in Gang kommen wollte, und weil er befürchtete, daß ſeine Anweſenheit dar⸗ an Schuld trage, ſtand er auf, um ſich in das Bi⸗ bliothekzimmer zurückzuziehen.

Wollen Sie uns verlaſſen, Papa? fragte Bella erſtaunt.

Ich habe Briefe zu ſchreiben.

Briefe? wiederholte ſeine Tochter.

Ja, einen an meinen Anwalt, um ihm mitzu⸗ theilen, daß er ſich mit dem Heirathsvertrage, wo⸗ mit ich ihn beauftragte, nicht zu beeilen habe. Mir ſcheint, daß es damit noch in einem Jahre Zeit hat.

Die jungen Männer blickten Emma und Bella flehend an.

Einen zweiten, fuhr der General fort,an Mrs. Mortimer.

Papa! Papa! An dieſe hinterliſtige Frau?

Was kann ich machen? fragte der alte Herr in ſcheinbar verdrießlichem Tone.Es paßt nicht, daß Mädchen von Deinem Alter in einem einſamen Landhauſe ohne eine Geſellſchaftsdame leben, und ſie iſt die einzige Perſon, die ich kenne. Ich zweifle nicht, ſetzte er boshaft hinzu,daß ſie ihren Dienſt gerne wieder antreten wird.

Bella erröthete bis unter die Schläfe.

Wenn Du verheirathet wäreſt, fuhr der Ge⸗ neral fort,ſo verhielte ſich die Sache anders; da ich aber ſehe, daß hiezu vorderhaͤnd keine Ausſicht iſt, ſo werde ich meine Briefe ſchreiben.

Die jungen Damen ſtanden auf, nahmen ſich unter'm Arm und ergingen ſich auf dem Raſengrunde. Ihr ſollt ſehen, meine Jungen, flüſterte der