Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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Können Sie mich deßhalb tadeln? erwiderte die Dame vorwurfsvoll.

Im Gegentheil. Ich billige das Gefühl, wel⸗ ches die Entdeckung veranlaßte. Sie iſt ſehr ſchön.

Nicht wahr? fragte die Dame ſtolz.

Aber ihr Gatte?

Sprechen Sie nicht von dem, murmelte die Gräfin;er iſt ein wahres Ungeheuer. Ich kann es nicht begreifen, wie Eugenia ſich einem ſolchen Manne opfern konnte. Er hat das Band, das zwi⸗ ſchen mir und ihr beſteht, entdeckt.

Dieß erklärt ſeine Anweſenheit hier, dachte Lilini.

Glücklicher Weiſe wünſchte der Earl ihn zu verſöhnen, fuhr die Dame fort.Es ſteht eine Wahl in Brandon's Grafſchaft bevor, und er kann, wie es ſcheint, über wenigſtens hundert Stimmen daſelbſt verfügen.

Der Graf lächelte. Er begriff den Grund, wenn er ihn auch nicht billigte, welcher den ſtolzen und reichen Carl von Melbourg veranlaßte, ſich die Ge⸗ ſellſchaft eines ſolchen Menſchen gefallen zu laſſen. Es geſchah nicht um ein Amt oder politiſchen Ein⸗ fluß zu erlangen, denn um Beides konnte es ihm bei ſeinem Temperament und Bequemlichkeits⸗ ſinn entfernt nicht zu thun ſein, ſondern die Ausſicht auf die Möglichkeit, ein Stückchen Band, oder mit andern Worten, den Hoſenbandorden her⸗ auszuſchlagen, war es, die den Lord veranlaßte, zu einer ſolchen Erniedrigung ſich herbeizulaſſen.

Im Laufe des Abends wurde Lilini Brandon und deſſen Gattin vorgeſtellt. Der Erſtere hatte ſo eben wiede einen Verſtoß ſich zu Schulden kommen laſſen,