Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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Stimme fragte, in weſ

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außerordentlichen Neuigkeit noch nicht einmal mit⸗ getheilt? bemerkte die Gräfin bebend.

Habe ich das noch nicht, meine Liebe? Sie werden ſie nur zu früh erfahren.

Der Gräfin verging faſt ber Athem.

Ich bedaure Sie.

Ich bitte, ſprechen Sie ſich deutlich aus Sie quälen mich.

Nun denn, meine Liebe; unſere theure Freun⸗ din, die Baronin Wenbanc, iſt geſtorben und es findet deßhalb wieder eine Wahl in's Parlament ſtatt.

Lady Melbourg warf ſich hoch aufathmend, durch dieſe Mittheilung von einer großen Angſt befreit, in ihre Wagenecke zurück, indem ſie mit matter ſſen Hände denn ihrer theuren verſtorbenen Freundin Diamanten gelangen würden, welche nach ihren eigenen ſchon längſt als die präch⸗ tigſten in ganz London bezeichnet wurden.

Sie werden ohne Zweifel zwiſchen ihrer Tochter und ihrer Schwiegertochter getheilt werden.

Merkwürdiger Weiſe machte dieſe Nachricht der Gräfin Freude, obgleich ſie kaum einen Augenblick zuvor aus ihrem peinlichen Zuſtande der Ungewiß⸗ heit geriſſen worden war. Ob die Juwelen getheilt würden oder nicht, das war ihr völlig gleichgiltig.

Der Tod der Baronin, einer Pairin von Ge⸗

burt,*) hatte die Folge, daß deren Sohn ſeinen S

*) Es gibt in England Güter, auf denen die Pairswürde ruht und dieſe geht auf die älteſte Tochter über, wenn kein Sohn vor⸗ handen iſt.

Licht⸗ und Schattenſeiten. 6