Brandon.„Es hilft Sie nichts, denn ich weiß Alles. Der General hat mir vor meiner Verheirathung Alles geſagt, und nur den Namen hat er mir ver⸗ ſchwiegen.“
„Es iſt ein Grundſatz von mir, die Motive mei⸗ ner Handlungsweiſe nur denen mitzutheilen, die ſie zu würdigen verſtehen,“ ſagte die ſtolze Dame, in⸗ dem ſie alle Zeichen ihrer Schwäche bemeiſternd, von ihrem Stuhle aufſtand.„Eugenia iſt meine Tochter; ich brauche wegen ihrer Anerkennung nicht zu erröthen.“
. weiß,“ verſetzte ihr Schwiegerſohn zwei⸗ elnd.
„Wenn es aber je der Fall wäre,“ fuhr die Dame fort,„und ich würde den Grafen überleben, ſo würde er mir anſtatt des unermeßlichen Reich⸗ thums, den zu erben ich mit allem Grund hoffen darf, nichts als das mir zukommende Witthum hinter⸗ laſſen. Sie und Eugenia wären zuletzt diejenigen, die allein verlören.“
Dieß war zwar nicht vollkommen wahr, aber wenigſtens glaubwürdig genug, um den gewünſch⸗ ten Effect damit hervorzubringen.
„Entſcheiden Sie ſich.“
„Nur wenn ich zu Ihrer Soare eingeladen werde,“ antworkete der Amerikaner ſtörrig.„Ich will ein⸗ mal die Geſchichte zum Durchbruch bringen.“
„Genug,“ ſagte die Gräfin in reſignirtem Tone, „ich werde Sie erwarten.“
„Und meinen Freund, den Capitän Mortimer?“
Die Gräfin vermochte nur durch ein Nicken mit 3 dem Kopfe ihre Zuſtimmung auszudrücken. Der


