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uns immer unbekannt geblieben wären. Wie manches Heimweſen, wo Unwiſſenheit und Faulheit vorherr ſchen, könnte heiter und froh gemacht werden, wie das unſerige, wenn die Mittel zur Erziehung vor⸗ handen wären. Und ſie werden ſich vorfinden,“ fuhr er fort,„ſobald die Geſellſchaft die wichtige Wahr⸗ heit einſehen gelernt haben wird, daß die Erziehung in der Schule tauſendmal mehr für ihre Sicherheit ſorgt, als die Strenge des Gefängniſſes.“ „Ein Reformator,“ beierkte Miß Cheerly lächelnd. „Ich wäre undankbar, wenn ich es nicht wäre,“ erwiderte Kit, indem er ſeine Frau liebevoll be⸗ trachtete,„nach dem Beiſpiele, das Sie und Nancy mir gegeben haben. Was ſie für mein Herz gethan hat, das haben Sie zur Ausbildung meines Kopfes gethan. Beide wären ohne Sie werthlos geblieben.“ „Nicht werthlos, Kit,“ riefen Emma und Nancy. „Werthlos,“ wiederholte der Zimmermann mit Betonung;„denn dem Erſteren hätte es zu ſeiner feſten Stütze an Religion gefehlt, und der Letztere wäre unfähig geweſen, den Trugſchlüſſen und Spöt⸗ tereien der Welt Widerſtand zu leiſten, wodurch ſchon mancher Menſch auf den Weg des Laſters geführt wurde. Ich hatte zwar allerdings einen unbeſtimmten Begriff von Recht und Unrecht, aber dieſen beſitzen wir Alle, und er nützt uns nicht viel, wenn uns nicht feſte Grundſätze dabei leiten. Frauen,“ fuhr er mit zunehmendem Ernſte fort,„ſind die beſten Lehrerinnen der Menſchen, denn ihre Inſtinkte und Gefühle ſind von Natur aus gut, wenn nicht Un⸗ dankbarkeit und Rohheit unſeres Geſchlechts ihre moraliſchen Begriffe abſtumpfen. Wir können die Licht⸗ und Schattenſeiten. V. 4


