Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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tragenen Auftrags bewußt iſt, und das reiche Bouquet erfüllte das ganze Gemach, als er den letzten Tropfen des edlen Weins in das koſtbare Gefäß goß, das er ehrerbietig vor ſeinen Herrn hinſtellte.

Sir Mordaunt winkte ſeinem Neffen mit einem eigenthümlichem Blicke des Einverſtändniſſes zu, wie wenn er dieſen um ſeine Erlaubniß hätte befragen wollen.

Harold lächelte und das war genug.

Auf die Geſundheit von Bella Trelawny und Harold Tracy! ſagte der alte Mann mit tief be⸗ bewegter Stimme, indem er ſein Glas an den Mund ſetzte und daſſelbe dann ſeiner Schweſter überreichte, die einen Augenblick zögerte, ehe ſie ſeine Worte wie⸗ derholte. Es geſchah dieß nicht deßhalb, weil es nicht mit ihren Wünſchen übereinſtimmte, ſondern weil ſie ſich in ihrer Würde verletzt fühlte. In einer ſo wichti⸗ gen Angelegenheit hätte ſie doch auch um ihre Zu⸗ ſtimmung befragt werden ſollen. Außerdem ſagte der Toaſt entweder zu wenig oder zu viel und ſie konnte den plötzlichen Wechſel nicht begreifen. Das Betragen der jungen Dame erſchien ihr als Koket⸗ terie, was ſie von ihrem Standpunkte aus höchlichſt mißbilligen mußte.

Es liegt in der Schwäche der menſchlichen Na⸗ tur, daß ſie die Schwächen am härteſten verdammt, die ſie ſelbſt zu bereuen hat.

Der General trank auf das Wohl ſeines Kindes und Harold's aus vollem Herzen, indem er zugleich dem Letztern auf's Wohlwollendſte die Hand drücte. Es bedurfte keiner weitern Erklärung. Schon längſt war es der theuerſte Wunſch ſeines Herzens ge⸗