Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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Sorgfalt und Lurus meine jüngere Schweſter um⸗ gaben. Ich kann Ihnen gar nicht ſagen, wie ſehr mein Herz, ſo jung ich auch war, ſich gegen dieſe Ungerechtigkeit empörte. Nichts deſto weniger hätte ich ſie aber verziehen, wenn mein Vater, nach mei⸗ ner Rücktehr nach Hauſe, mich mit väterlicher Liebe behandelt hätte. 5

Iſt es möglich, daß General Trelawny Sie fühlen ließ, daß Sie ein Fremdling in ſeinem Hauſe ſeien? fragte die Gräfin leidenſchaftlich.Nein, nein, ſo herzlos konnte er nicht ſein.

Nicht ſeines Hauſes, ſondern ſeines Herzens, erwiderte Eugenia.Bella war ſein Lieblings⸗ kind. Wir hatten zwar allerdings bieſelben Lehrer, dieſelben Diener, wir genoſſen den gleichen Unter⸗ richt: der Unterſchied lag in ſeiner Zärtlichkeit, die mir werther geweſen wäre, als ſeine Gaben; denn ich habe Mutterliebe nie gekannt. Ich war von Geburt an enterbt. Können Sie ſich alſo noch

wundern, daß mir eine ſolche Heimath verhaßt war?

da ich begierig die erſte Gelegenheit ergriff,

aus einer Heimath weazukommen, an die mich kein

Band der Liebe oder Sympathie feſſelte? Und iſt es möglich, daß dieſe Empfindung Sie

veranlaßte, ſich an Mr. Burg wegzuwerfen? fragte

ihre Freundin; Seien Sie aufrichtig mit mir; kein

halbes Vertrauen; laſſen Sie mich Alles wiſſen. Ich liebte einen Andern.

Hol's der Teufel! murmelte ihr Gatte vor

ſich hin. Bella wurde meine Nebenbuhlerin und machte mir ihn abſpännſtig; ſie iſt aber für ihre Treu⸗