Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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als Brandon das Speiſezimmer verließ. Je mehr er übrigens über die ganz außergewöhnliche Freund⸗ ſchaft zwiſchen den beiden Damen nachdachte, um ſo weniger konnte er ſie begreifen, und die Ver⸗ muthung, daß Brandon, für den er, wie wir kaum hinzuzuſetzen nöthig haben werden, eine tiefe Ver⸗ achtung hegte, den Schlüſſel zu dieſem Geheimniß gefunden habe, vermehrte noch ſeine Neugierde. Weßhalb fragte er wohl, ob ſie wirklich eine Grä⸗ fin ſei? Und was ſollen die Zweifel an ihrem Vermögen bedeuten? ſprach er zu ſich ſelbſt.Hält der Dummkopf ſie für eine Betrügerin? Nein, nein! Eine Vermuthung dieſer Art wäre zu lächer⸗ lich, ſelbſt für ſein ſeichtes Gehirn! Ich will übri⸗ gens das meinige nicht länger mit dieſer Sache quälen.

Wenn einmal die Neugierde oder die Intereſſen Brandon Burg's rege gemacht worden waren, ſo war er in der Wahl der Mittel, um zu ſeinen Zwecken zu gelangen, niemals verlegen. Nachdem er ſeinen Gaſt verlaſſen hatte, ſchlich er leiſe die Doneſtikentreppe hinauf in ſein Ankleidezimmer, das an das Boudoir ſeiner Frau ſtieß, in das er ſich unbemerkt hineinſtahl und ſich hinter einer ſpaniſchen Wand verbarg, um zu erlauſchen, was vorging.

Bewunderungswürdig! rief die Gräfin aus, als ſie die Geſtalt ihrer Freundin muſterte, die ſo⸗ eben ihre glänzende Toilette beendigt hatte.Sie werden großes Aufſehen erregen, meine Liebe.

Was nützt es mich? fragte die ſtolze Eugenie, bin ich denn nicht verheirathet?

Der Ton des Bedauerns, in welchem dieſe