Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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„Ein Cavalier, ich glaube ſo,“ murmelte Brandon.

„Warum laſſen Sie ſich dieß gefallen?“ fragte Albert, der, wo möglich, gern erfahren hätte, durch welche ganz beſondere Mittel der Brummbär des Hauſes zahm gemacht worden war.

„Wenn Sie verheirathet wären, würden Sie dieſe Frage nicht an mich ſtellen.“-

Dieſe Frage vermehrte nur die Neugierde Al⸗ bert's.

„Die Sache kommt weniger von meiner u, als von ihrer ſaubern Freundin, der Gräfin,“ hr

Brandon ſort;„dieſe leitet ſie ganz nach ihrem Belieben. Ich glaube wenigſtens, daß ſis eine Gräfin iſt?“ ſetzte er hinzu, ſeine Augen end auf Al⸗ bert gerichtet..

„Ob ſie eine Gräfin iſt?“ wiederholte der Leh⸗*

tere.„Was meinen Sie damit?“„

„Richt nur eine ſogenannte; Sie wiſſen ja.“

„Ueber ihren Rang kann kein Zweifel herrſchen,“ erwiderte der Officier.

„Auch nicht über ihr Vermögen?“

„Entfernt nicht.“

Dieſe letzte Verſicherung ſchien Eugenien's Gat⸗ ten ſehr zu beruhigen.

„Ich möchte wohl wiſſen, ob ſie je in Indien geweſen iſt?“ ſetzte er hinzu.

„Ganz gewiß. Der Graf heirathete ſie ja dort. Ihr Vater war viele Jahre hindurch General⸗ gouverneur. Aber weßhalb fragen Sie?“

„Es war ohne weitere Abſicht,“ murmelte Bran⸗ don;„es erklärt dieß nur ihr ſeltſames Weſen.