Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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damit ja keine Silbe verloren gehe. Endlich, nach⸗ dem er ſich ſattſam von der Wirklichkeit ſeines Glücks überzeugt hatte, erlaubte er Tom, auf ſein Zimmer ſich zu begeben, um endlich der Ruhe zu pflegen.

Obgleich Harold daſſelbe thun zu wollen ſich vor⸗ genommen hatte, ſo kam doch keine Ruhe über ihn. Wer kann ſchlafen, wenn das Herz wacht und eine glückliche Zukunft in reizenden Bildern die erregte Phantaſie umgaukelt? Anſtatt ſich zu Bett zu legen, ſtahl ſich der von neuen Hoffnungen erfüllte Lieb⸗ haber heimlich aus ſeinem Zimmer weg und aus der Halle in den Park, wo er ſo lang umher wan⸗ derte, bis die Göttin mit den Roſenfingern den Vorhang der Nacht weggezogen hatte und der Mor⸗ gen auf die ſchlafende Welt herabdämmerte.

Es iſt jetzt Zeit, daß wir zu Bella zurückkehren,

deren wahre Empfindungen unſern Leſern vom erſten Augenblicke an kein Geheimniß waren, nach⸗ dem ſie ihre Prüfungen mit angeſehen und dem armen Mädchen, wie wir nicht zweifeln, ihre Theil⸗ nahme gewidmet haben. Wir wünſchten hinzu fügen zu können, daß deren Leiden nun zu Ende wären.

Wie oft halten wir irriger Weiſe das Aufhören von Schmerzen für die Wiederkehr der Geſundheit, Vergebung für Gleichgiltigkeit, Abſpannung für Philoſophie! Auch Bella war in einen Irrthum dieſer Art verfallen. Sie hatte gekämpft, und, wie ſie ſich einbildete, ihre Leidenſchaft beſiegt, bis die Rückkunft des Geliebten ſie aus ihrem Irrthume erweckte. Noch ehe ſie ihn geſehen, den Ton ſeiner ihr ſonſt ſo vertrauten Stimme gehört oder ſein Antlitz erblickt, hatte ſie der ganze Zauber der Ver⸗