Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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ſten Hardy, ſo ſehr ſie dieſen auch fürchtete, ſie nicht vermocht haben, des Generals Gattin zu werden.

Nachdem die Eiferſucht und der verwundete Stolz des alten Kriegers genugſam aufgeſtachelt waren, deutete Alfred von Migniot auf die Befrie⸗ digung hin, die ſeine Tante fühlen müſſe, wenn ſie einmal als reiche Wittwe hinterlaſſen werde. Es war dieß ein ſehr zarter Punkt, und wenn der Onkel nicht in einem höchſt aufgeregten Zuſtande ſich befunden hätte, in den ihn ſeine im höchſten Grade verletzten Gefühle verſetzt hatten, ſo wäre das niedrige Motiv ſogleich erkannt worden.

Ich will ſie als Bettlerin zurücklaſſen! rief der blinde Mann leidenſchaftlich.Kannſt Du es glauben: in meinem thörichten Vertrauen in meiner unbegrenzten Liebe zu ihr, im Vertrauen auf ihre Scheintugend habe ich ihr Alles, was ich beſitze, vermacht! Es iſt aber noch nicht zu ſpät, ſie zu beſtrafen.

Hätte der Blinde den Ausdruck des Geſichts ſeines Neffen ſehen können, als derſelbe dieſen Aus⸗ ſpruch vernahm, ſo hätte es für ihn keiner weiteren Beweiſe für die Ränke, die man gegen ihn an⸗ wandte, bedurft.

Geh' morgen zu meinem Notar, fuhr er fort.

Es drängt nicht ſo ſehr, bemerkte der Vicomte mit freudigem Lächeln;Sie können ja noch zu⸗ warten.

Keinen Tag, keine Stunde länger, erwiderte der General.Wenn ich auch meine Ehre nicht zu beſchützen vermag, ſo kann ich ie mein